Deutsch
Sie sind hier: Start / Museum / Sonderausstellungen / Aktuell / Vorfreude. Adventskalener in Europa

Sonderausstellung

Vorfreude. Adventskalender in Europa

Vom 20. November 2022 bis 8. Januar 2023

Sie sollen die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen, versüßen und die Vorfreude steigern: Adventskalender. Mit ihren 24 Türchen fanden diese Kalender in ganz Europa ihren Weg in die Stuben und Kinderzimmer. Jeden Morgen strahlen die Augen voller Vorfreude: ein weiteres Türchen am Adventskalender öffnet sich. Was sich wohl dahinter verbirgt? Einige Geheimnisse lüftet die Ausstellung „Vorfreude. Adventskalender in Europa“.

Carl Gottlob Schönherr: Adventshäuschen (Nr. 7019) //
Foto: © Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Ute Franz-Scarciglia

Die Ausstellung erklärt die Geschichte der Adventskalender in Deutschland und den europäischen Nachbarländern.

Sie befasst sich mit der Geschichte der Adventskalender in Europa und vor allem in Deutschland. Sie beginnt mit den „Blättern für den Adventsbaum“, einem historischen Vorläufer der heutigen Adventskalender. Gezeigt wird der älteste gedruckte Weihnachtskalender, der 1904 als Beilage des Stuttgarter Tagblatts erschien. Kalender des Münchener Verlegers Gerhard Lang (1881-1974) verdeutlichen die gestalterische Vielfalt früher vorweihnachtlicher Zählhilfen. Als sich in den 1920er-Jahren Kalender mit Türchen zum Öffnen durchsetzten, wurden sie immer populärer und auch europäische Nachbarländer begannen mit ihrer Herstellung. Nach 1945 trugen dann amerikanische Besatzungssoldaten zur Verbreitung der Adventskalender in den USA bei.

Die Sammlung stellt Besonderheiten der Kalender europäischer Nachbarländer vor und zeigt aktuelle Adaptionen, beispielsweise einen Ramadan-Kalender. Sie geht auch auf unterschiedliche Kalenderentwicklungen in den beiden deutschen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Dabei gibt es Ungewöhnliches zu entdecken, wie den „Abreiß-Advent“ aus dem Jahr 1989, bei dem die Berliner Mauer in 24 Tagen „abgerissen“ werden konnte. Eine Auswahl gefüllter und zur Werbung genutzter Adventskalender ergänzt die Exposition. Sie verdeutlicht, dass nicht immer die Füllung eines Kalenders entscheidend ist. Vorfreude kann auch durch die Bildsprache gut gestalteter Kalender entstehen.

Begleitprogramm

Donnerstag, 17. November, 16:00 bis 17:30 Uhr
Ausstellungspreview und “Nissedør” – Wichteltüren basteln
Wagen Sie einen Blick in unsere Ausstellung und basteln Sie im Anschluss mit uns Wichteltürchen.

Freitag, 18. November, 11:00 Uhr
Pressegespräch mit Kuratoren-Rundgang durch die Ausstellung

Sonntag, 20. November, 11:00 bis 17:00 Uhr
Vernissage im Rahmen eines kostenfreien Familiensonntags
Führung durch die Ausstellung (12-16 Uhr) und off ene Museumswerkstatt

Mittwoch, 23./30. November, 07./14. Dezember 15:00 bis 16:30 Uhr
„Türchen auf“ - Offene Adventswerkstatt im Elztalmuseum
für Kinder und Familien

Samstag, 26. November, 20:00 Uhr
„X-Mas Slam“ - Poetry Slam mit Ansgar Hufnagel
Eintritt: 12 €, 8 € VVK/ermäßigt

Sonntag, 18. Dezember, 14:30, 15:00, 15:45 und 16:15 Uhr
„Der Kurbel~Koffer“ mit Oni Maurer
Ein bildreiches Lauscherlebnis für Klein (ab 4 Jahren) und Groß.
Eintritt: Museumseintritt. Um Anmeldung wird gebeten unter: info@elztalmuseum.de

Dank an:

Eine Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.