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Neuer Blick auf Frauenbilder im Elztalmuseum: Umgestaltung des Kunstraums

Foto des Kunstraumes des Elztalmuseums. An der grauen Wand hängen viele Bilder.

Der Kunstraum der Dauerausstellung „Talgeschichten“ im Elztalmuseum wurde neu gestaltet und widmet sich nun unterschiedlichen Darstellungen von Frauen in der Kunst. Nachdem der Raum Teil der Sonderausstellung „Kindheit im Elztal“ war, rücken jetzt neun ausgewählte Gemälde aus dem Depot in den Mittelpunkt. Sie eröffnen vielfältige Perspektiven auf weibliche Porträts, gesellschaftliche Rollenbilder und die Darstellung von Frauen in unterschiedlichen Kontexten.

Verschiedene Zugänge zum Thema

Die neu zusammengestellte Präsentation vereint verschiedene künstlerische Zugänge zum Thema. Repräsentative Porträts zeigen Frauen in ihrer gesellschaftlichen Rolle und unterstreichen Aspekte wie Status, Selbstverständnis und Repräsentation. Daneben stehen natürlichere, unmittelbarer wirkende Porträts, die alltägliche Szenen sichtbar machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kleidung der Frauen. Sie ist nicht nur Ausdruck von Mode und Zeitgeschmack, sondern kann auch Hinweise auf soziale Stellung, gesellschaftliche Erwartungen und individuelle Identität geben.

Weibliche Lebenswelten

Darüber hinaus richtet sich der Blick auf Räume, die weiblich geprägt erscheinen, ohne dass Frauen selbst darin präsent sind. Diese Darstellungen eröffnen Fragen nach weiblichen Lebenswelten, Sichtbarkeit und Abwesenheit. Auch Doppelporträts sind Teil der neuen Präsentation. Sie lenken die Aufmerksamkeit auf Beziehungen zwischen den dargestellten Personen und darauf, wie Nähe, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Konstellationen bildlich zum Ausdruck kommen. Mit der Neugestaltung werden Werke aus dem Depot wieder für das Publikum zugänglich gemacht. Die Auswahl lädt dazu ein, sich mehr mit dem Porträt in der Kunst zu beschäftigen und sich über die Darstellungsformen Gedanken zu machen.

Begleitprogramm: Kunst entdecken und selbst kreativ werden

Zur Neugestaltung des Kunstraums bietet das Elztalmuseum drei Veranstaltungen an. Sie laden dazu ein, sich auf unterschiedliche Weise mit den ausgestellten Werken und dem Thema „Portrait“ auseinanderzusetzen.

Familiensonntag, „Wer bin ich und was macht mich aus?“, 7. März 2027

Beim Familiensonntag können große und kleine Künstlerinnen und Künstler sich selbst zeichnen. Foto: Stadt Waldkirch
Portraitkunst aus Waldkirch: Bei diesem Familiensonntag am 7. März von 14 bis 16 Uhr schauen wir Waldkircher Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter. Wie haben sie Porträts von sich selbst oder anderen angefertigt? Im anschließenden praktischen Teil in der Museumswerkstatt gehen wir selbst ans Werk und gestalten ein Portrait von uns. Was wollen wir von uns zeigen, was nicht, wie siehst du dich selber und wie sollen dich andere sehen? Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mal abends! , 21. Januar und 8. März 2027

Wie werden Frauen in der Kunst dargestellt? Bei einer Führung durch den Kunstraum der Dauerausstellung entdecken wir vielfältige Frauenbildnisse und lassen uns von den Werken inspirieren. Im Anschluss werden Sie selbst kreativ: Gestalten Sie Ihr eigenes Porträt und bringen Sie Ihre persönlichen Eindrücke künstlerisch zum Ausdruck. Freuen Sie sich auf einen Abend, der Kunstbetrachtung und kreatives Gestalten verbindet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 21. Januar, und am Montag, 8. März (Internationaler Frauentag), jeweils von 17.30 bis 19.30 Uhr statt.

Elztalmuseum

Regionalgeschichte und Orgelbau
Kirchplatz 14
79183 Waldkirch

07681 478 530
info@elztalmuseum.de

Öffnungszeiten

Dienstag -  Samstag 13  bis 17 Uhr
Sonntag 11 bis 17 Uhr

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